Das Bahnbetriebswerk Herzogenrath wurde 1891 durch die Preußische  Staatsbahn am Ausgangspunkt der Bahnstrecke Alsdorf - Herzogenrath errichtet. 

Obwohl das Bw bereits 1950 aufgelöst wurde, sind Teile des Bw lange Zeit erhalten geblieben.

Die folgenden Aufnahmen aus dem Jahr 2006 zeigen den ehemaligen Lokschuppen auf dem Werksgelände der Firma St. Gobain (ehemals Vegla). Er wurde zu einer Produktionshalle umfunktioniert. Auch der Kohlebansen, in dem Glasabfälle gelagert wurden, ist als solcher klar zu erkennen. 
Leider wurde der Lokschuppen zwischenzeitlich abgebrochen; somit ist ein weiteres Relikt der Eisenbahngeschichte verschwunden.

 

Durch die Bäume hindurch bietet sich ein Blick auf den ehemaligen Lokschuppen
Foto: Guido Rademacher

 

Foto: Guido Rademacher

Ein Blick in den ehemaligen Kohlebansen, deutlich zu erkennen: der Sockel des Kohlekrans
Foto: Guido Rademacher

 
 
 

Leider gibt es zur Geschichte des Bahnbetriebswerkes Herzogenrath nur sehr wenige Quellen. 
Bereits vor 1891 gab es in Herzogenrath einen einständigen Lokschuppen, der wahrscheinlich im Rahmen der Erweiterung des Herzogenrather Bahnhofes abgerissen wurde. 


Das folgende Bild zeigt den Bahnhof Herzogenrath im Jahr 1910. Deutlich zu sehen ist hier ein Wasserturm. Ob das dahinter liegende Gebäude ein Lokschuppen war und zu dieser Zeit das Bw auf der dem Bahnhof zugewandten Seite lag, ließ sich bisher leider nicht klären.

 

 

Am 31.10.1925 waren die nachstehend aufgeführten Lokomotiven in Herzogenrath beheimatet:

55

  702, 712, 720, 1109, 1152, 1373, 5504

57

  2356, 2357 

74

  574, 727

91

  1271

94

  271, 272

In der Zuteilung der Baureihen gab es wenig Veränderungen. Lediglich die Baureihe 94 wurde Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre durch die Baureihe 93 ersetzt.
Während oder kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden darüber hinaus Lokomotiven der Baureihe 56 dem Bw Herzogenrath zugeteilt.

Die Geschichte des Bw endet bereits am 30.06.1950; an diesem Tag wurde das Bw als selbständige Dienststelle aufgelöst.


                                                                                
                                                                      
Guido Rademacher
19.02.2010