Dampflokausbesserung in der Zentralwerkstatt des EBV in Mariadorf
Wer heute durch Mariadorf fährt, kann nicht einmal mehr erahnen, dass es hier eine Grube gegeben hat, die letztendlich dem Ort ihren Namen gab.
Mitten im Hoengener Wald wurde im September 1848 der erste Schacht der Grube Maria, so benannt nach der Frau des ersten Betriebsdirektors Eduard Honigmann, abgeteuft. Daneben gab es einen zweiten Schacht zur "Fahrung" und Wasserhaltung. Als man 355 Meter südlich mit der Abteufung von zwei weiteren Schächten begann, erhielt die ursprüngliche Grube den Namen "Maria I" und die "neue Grube" den Namen "Maria II".
1853 ließ die Grubenverwaltung in unmittelbarer
Nähe zur Grube 20 Siedlungshäuser für die Bergleute bauen. Diese Siedlung
erhielt den Namen "Mariagrube".
Mit dem Wachstum der Grube wuchs auch die Einwohnerzahl von "Mariagrube". 1859
taucht erstmals in den Grundbüchern der Name "Mariadorf" auf, der mehr und mehr
den Namen "Mariagrube" verdrängt bis schließlich die Ortschaft endgültig als
Mariadorf bezeichnet wurde.
Maria II wurde bereits 1886 wieder geschlossen. Kohle wurde fortan nur noch auf Maria I gefördert.
Erst 1907 gelangte die Grube Maria zum Eschweiler Bergwerksverein, der hier neben der Kohleförderung bis 1932 mit einer eigenen Kokerei Koks und bis 1959 in einer Brikettfabrik u.a. Lokbriketts produzierte. Darüber hinaus befand sich auf dem Gelände von Maria II die Maschinenhauptwerkstatt des EBV, der als einziger Betrieb nach der Schließung der Grube Maria am 30.September 1962 auf dem Gelände von Maria II überlebte.
Bis zur Schließung der verbliebenen EBV-Betriebe im Aachener Revier 1992 wurden hier Maschinen des EBV instand gesetzt. Dazu gehörte die Lokwerkstatt, die sich um die Instandsetzung der Dampflokomotiven des EBV kümmerte.
Die folgenden Bilder aus meiner Sammlung sollen an diesen Betrieb erinnern.
