Die Bergbaulokomotiven im Aachener Revier
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Die Grube Emil Mayrisch

Die Grube Emil Mayrisch war die letze Grube, die durch den EBV im Aachener Revier errichtet wurde. 1938 begannen die Abteufarbeiten; unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg, wurde die Förderung erst am 15.04.1952 begonnen. Zunächst wurde die Kohle über den Schacht I gefördert, deren Anlagen von der Grube Eschweiler Reserve stammenten. 1956 ging der Schacht II in Betrieb. Emil Mayrisch war die modernste Grube im Revier. 1983 wurde die unterirdische Verbindung zur Grube Anna hergestellt. Fortan wurde auch die Kohle aus Alsdorf in Siersdorf zu Tage gefördert. Bis 1992 wurde Kohlen in Alsdorf zu Koks verarbeitet. Die Förderung wurde am 18. Dezember 1992 eingestellt. Emil Mayrisch war die vorletzte fördernde Schachtanlage des Aachener Reviers.

Der EBV setzte nachstehend aufgelistete Lokomotiven auf der Grube Emil Mayrisch ein:

Nummer

Bauart

Hersteller

Fabrik
nummer

Baujahr

Typ

Geschichte

Nr 1

Ct n2

Hohenzollern

2898

1912

Crefeld

geliefert an Zeche Zweckel, Gladbeck-Zweckel, Lok 2
1955 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 1
+ 1965

Nr 1´´

Ct n2

Krupp

3114

1953

Knapsack

am 24.10.1953 geliefert an Industriebahn Zons-Nievenheim, Lok "Zons"
1960 -> WBB
1965 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 1
1993 -> Westfälisches Industriemuseum (WIM),
Zeche Zollern, 44388 Dortmund (z.Zt nicht öffentlich zugänglich)

Nr 2

Ct n2

Henschel

19376

1922

Bismarck?

geliefert an Badische Anilin- und Sodafabrik, Ludwigshafen  (BASF)
1952 -> Grube Emil Mayrisch, Siersdorf, Lok 2
1967 Umzeichnung in Lok 4
+ 1971 (?)

Nr 2´´

Dt n2

Krupp

2838

1953

Rhein
hausen

am 30.04.1656 geliefert an Zeche Dorstfeld, Lok 2
1963 -> Zeche Robert Müser, Bochum Werne
196x -> Zeche Gneisenau, Dortmund Derne
1967 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 2
+ 31.12.1992
1993 -> Dampfbahn Rur Wurm Inde
10.08.1999 -> Eisenbahnfreunde Walburg, Hessisch-Lichtenau
06.12.2011 -> Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg e.V.
(überführt zur Aufarbeitung bei MaLoWa, Klostermannsfeld)

Nr 3

Ct n2

Humboldt

718

1911

vC1103

geliefert an Köln Frechen Benzelrather Eisenbahn (KFBE), Lok 12
-> 1946 EBV, Grube Maria
195x -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 3
+ 1967
++ Schrotthandlung Hoffmann, Eschweiler Aue

Nr 3´´

Dt n2

Krupp

2154

1940

 

geliefert am 21.11.1940 an Rheinbrikett, Gewerkschaft Beisselgrube Horrem als Lok 319
-> RAG, Lok 319
-> Rheinische Braunkohlenwerke, Lok 319
04.1969 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 3
+ 31.12.1992
1993 -> Dampfbahnfreunde Kahlgrund
1993 -> Eisenbahnfreunde Kraichgau, Sinsheim
30.05.2000 -> Landeseisenbahn Lippe als "92 6505"

seit 12.2012 abgestellt
21.05.2014 -> Überführung nach Hviste Sande [DK] zu einer Schiffswerft, um die Lok aufzuarbeiten. Anschließend Überführung nach Nyborg zu einer Destillerie im ehemalinge Bw Nyborg. Dort soll die Lok als Denkmal aufgestellt werden.

Nr 4

Ct n2

Henschel

19376

1922

Bismarck ?

geliefert an Badische Anilin- und Sodafabrik, Ludwigshafen  (BASF)
1952 -> Grube Emil Mayrisch, Siersdorf, Lok 2
1967 Umzeichnung in Lok 4
+ 1971 (?)

Nr 4´´

Ct n2

Henschel

26468

1949

C400

geliefert an Glaswerke Ruhr, Essen, Lok 2
1964 -> WLH, Hattingen "56"
1965 -> EBV, Grube Gouley , Lok 3
09.1970 -> Grube Carl Alexander , Lok 1
1975 -> Grube Emil Mayrisch, Lok 4"`
1993 an Westfälisches Industriemuseum (WIM),
Zeche Zollern, 44388 Dortmund (z.Zt nicht öffentlich zugänglich)

Nr 5

Dt h2

Krupp

3077

1952

Bergbau

geliefert am 21.01.1953 an  Zeche Auguste Victoria, Marl-Hüls als Lok IX
09. 1968 -> EBV, Grube Anna, Lok 7
12.1983 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 5
11.1994 -> Westfälisches Industriemuseum (WIM),Standort Henrichshütte, 45527 Hattingen
05.2011 vh

Nr 6´

Dt h2

Krupp

4248

1961

Bergbau

geliefert am 31.03.1962 an Grube Westfalen, Ahlen als Lok 10
23.08.1973 - > EBV, Grube Anna, Lok 12
1983 -> EBV, Grube Emil Mayrisch, Lok 6
1991 -> EBV, Kokerei Anna, Lok 12
+ 30.09.1992
11.1994 -> Westfälisches Industriemuseum (WIM)Standort Henrichshütte, 45527 Hattingen05.2011 vh

 

 

Die Emil Mayrisch 1 hatte am 23.08.1980 Betriebsruhe.

 

Emil Mayrisch Nr. 2 hatte zum Ende des Dampfbetriebes auf der Grube wieder ihre alten Lampen erhalten. Am 21.04.1992 durfte ich auf das Werksgelände in Siersdorf.

Im Oktober 1967 konnte Hans W. Fischbach die ehemalige Emil Mayrisch Nr. 3 beim Schrotthändler in Eschweiler Aue bildlich festhalten.


Mit ihrem Kobelschornstein war die Emil Mayrisch Nr. 3 immer ein besonderer Anblick. Am 26.08.1980 entstand diese Aufnahme auf dem Grubengelände.

 

Als Peter Engel am 05.09.1981 die Emli Mayrisch N.4 in Soersdorf aufnahm, besaß die Lok noch ihre alten Lampen.

 

1983 wurden durch die Einstellung der Förderung auf der Grube Anna in Alsdorf weniger Lokomotiven benötigt. Die beiden Lokomotiven Anna 7 und Anna 12 wurden nach Siersdorf überstellt. Aus Anna 7 wurde Emil Mayrisch Nr. 5. Am 21.04.1992 konnte ich die Lok im Rangierdienst antreffen.

 

 

Aus Anna 12 wurde 1983 die Emil Mayrisch Nr.6. 1991 wurde diese Lok wieder nach Alsdorf zur Kokerei Anna abgegeben und erhielt ihre ursprügliche Nummer wieder. Werner Knüfer konnte die Lok, die zu diesem Zeitpunkt keine Erweiterung des Kohlekastens hatte, am 23.11.1988 ablichten.