Düren liegt an der 1843 eröffneten Strecke Köln - Aachen - Herbesthal. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Düren rasch zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Es entstanden die Strecken:

Wie an allen anderen Knotenbahnhöfen an der Strecke Köln - Aachen, wurde auch in Düren ein Bahnbetriebswerk zur Behandlung von Lokomotiven errichtet. Das erste Bahnbetriebswerk lag in unmittelbarer Nähe des heutigen Hauptbahnhofes. Leider sind keine Pläne oder gar Fotos von dieser Anlage bekannt.

Lediglich eine Beheimatungsliste aus dem Jahr  1925, also noch zu Zeiten des "alten" Bw Düren  ist bekannt. Damals waren folgende Lokomotiven in Düren beheimatet: 

13

001, 664, 695, 732, 735, 745, 746, 763, 812, 813, 817, 850, 1015, 1046

38

1554, 1802, 1803, 1804, 1805, 1950, 2643, 2645
53 7110, 7122, 7131
54 239
55 301, 318, 320, 342, 343, 552, 757, 3871, 3872, 4908, 4909, 4910, 4911, 4912, 4915, 4918, 4919, 4920, 4921, 4922, 4923, 4924, 4925, 4929, 4930, 4934, 4935
57 1221, 1283, 1284, 1303
74 513,   590
89 7025
90 006, 024, 039, 050, 133, 140, 141
91 1803
AT 331/332, 333/334, 335/336 (?)

 

Zu den Besonderheiten gehörten hier zweifellos die Stationierung der Wittfeld-Akkutriebwagen. 
Im April 1909 begann das Zeitalter dieser Triebwagen beim Bw Düren, die wurden zunächst auf den Strecken nach Jülich und weiterführend nach Mönchengladbach, und später dann nach Stolberg und nach Bedburg eingesetzt wurden. In den dreißiger Jahren wurde der Einsatz nach Dalheim, Neuss, Euskirchen und Langerwehe ausgedehnt.

Das neue Bahnbetriebswerk

1930 wurde mit dem Bau des "neuen" Bahnbetriebswerkes, das Richtung Merzenich lag, begonnen.  Nach dreijähriger Bauzeit konnte der Betrieb 1933 aufgenommen werden. Die Anlagen umfassten einen 26-ständigen Lokschuppen mit vorliegender Drehscheibe, eine zweigleisige Lokreparaturhalle, eine Ausbesserungshalle für Güterwagen, ein Verwaltungsgebäude, einen Wasserturm und natürlich die Behandlungsanlagen für Dampflokomotiven. Es war sogar die Errichtung eines zweiten Lokschuppens geplant, dessen Ausführung durch die Kriegsereignisse nicht mehr realisiert wurde.

In den 30er Jahren waren es die Baureihen 38 und 55, die das Bild des Bahnbetriebswerkes Düren prägten. Ein eher kurzes Gastspiel gab die Baureihe 64 beim Bw Düren, die mit 4 Lokomotiven im Zeitraum von 1935 bis 1939 vertreten war.

Der 2. Weltkrieg brachte auch in Düren etliche Veränderungen im Bahnbetrieb. Im Herbst 1940 wurden die belgischen Bahnbetriebswerke Herbesthal, Montzen und St. Vith der RBD Köln unterstellt. Damit gelangten preußische T14 in den Bestand der BD Köln, die hier neu verteilt wurden. Zu den ehemals belgischen Lokomotiven gehörten die 93 437, 444 und 445, die Mitte 1941 dem Bw Düren zugeteilt waren. Am 30.04.1944 hatten bereits alle Lokomotiven der Baureihe 93 das Bw wieder verlassen.

Auch Lokomotiven der Baureihe 41 fanden für einen sehr kurzen Zeitpunkt in Düren eine Heimat. So kamen 41 096, 097, 098, 099, 100 im August 1941 und 41 101 im Oktober 1941 vom Bw Koblenz-Mosel zum Bw Düren, wurden jedoch bereits zwischen September bis Dezember 1941 an das Bw Aachen West abgegeben.

Im Herbst 1941 erhielt das Bw Düren erstmals Lokomotiven der Baureihe 50, die von Aachen West hierher umbeheimatet wurden. Ein halbes Jahr später, im Mai1942 wurden mit 50 2303,  im Juli 1942 mit 50 2368, 50 2697 - 2701 und im August 1942 mit 50 2369 - 2373 fabrikneue Lokomotiven an das Bw Düren geliefert.

Für ein nur ganz kurzes Intermezzo wurden im Juli 1942 zwei Lokomotiven der Baureihe 44  (44 732 und 44 733)  vom Bw Ehrang zum Bw Düren umbeheimatet. Die beiden Lokomotiven blieben nur 14 Tage und wurden dann wieder an das Bw Ehrang zurückgegeben.

Die Baureihe 50 etablierte sich im Bw Düren.  Zum 31.12.1942 ergab eine Auszählung vorhandener Betriebsbuchauszüge folgenden Bestand beim Bw Düren:

 50 2303, 2304, 2305, 2368, 2369, 2370, 2371, 2372, 2373, 2697, 2698, 2699

von denen 50 2697 -2699 jedoch bereits zur GVD Osten abgegeben worden waren.

Zum 30.04.1944 wurden 15 Lokomotiven der Baureihe 50 dem Bw Düren zugeordnet. Drei Monate später, am 30.06.44, konnten folgende Lokomotiven dem Bw Düren zugeordnet werden. 

50 669, 1384, 1443, 1859, 2305, 2368, 2370

Es könnte zu diesem Zeitpunkt auch einen höheren Bestand gegeben haben, denn es wurden etliche Lokomotiven zwar der RBD Köln zugeordnet ohne jedoch eine konkrete Angabe zum Bw.

Im Herbst 1944 erreichten alliierten Truppen das damalige Reichsgebiet bei Aachen. Durch die Eisenbahner wurde versucht, die Bahnbetriebswerke zu räumen und alles fahrbare Material abzufahren.

Am 16.November 1944 wurde das Bw Düren bei einem Luftangriff stark zerstört. Der Lokschuppen wurde so stark beschädigt, dass er nach dem Krieg nur in Teilen wiederaufgebaut wurde. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstand ein 10 ständiger Lokschuppen mit anschließender Freifläche zum Abstellen von Lokomotiven.

Am 29. März 1945 wurde der Betrieb auf der Strecke Düren - Koblenz durch die Alliierten übernommen, am 14.Mai 1945 die Strecken Düren - Aachen, Aachen - Mönchengladbach, Stolberg - Walheim und Aachen West - Botzelaer. Interessanterweise wurden zu diesem Zeitpunkt auch amerikanische Lokomotiven 1D-Lokomotiven eingesetzt.

 

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg:

Mit dem Ende des Krieges kam zunächst auch das Ende der Akku-Triebwagen im Bw Düren. Die Fahrzeuge waren so stark beschädigt, so dass der  Betrieb mit ihnen nicht mehr aufgenommen werden konnte.

Eine erste Aufstellung der vorhandenen Lokomotiven datiert vom 20.01.1948

:

38 1402, 2118, 2150, 2519, 2645, 2969, 3112, 3433
50 105, 403, 573, 699, 802, 826, 959, 1114, 1115, 1193, 1229, 1246, 1443, 1729, 1847, 1960, 1983, 2193, 2289, 2305,  2306, 2331, 2373, 2434, 2520, 3080
55 121, 399, 540, 552, 635
74 459, 515, 530, 560, 638
92 545, 813, 831

 

Am 03.12.1949 kam auch zum ersten Mal mit Kö 0208 eine Kleinlok der Leistungsgruppe I zum Bw Düren. Sie blieb zunächst bis zum 13.02.1954 beim Bw Düren, wurde dann vom 14.02.1954 bis zum 28.05.1954 zum Bw Aachen West umbeheimatet, um anschließend den Rest ihrer Laufbahn beim Bw Düren Dienst zu leisten. Am 13.10.76 wurde die Lok z-gestellt und am 30.12.76 ausgemustert.

Zum 01.07.1950 waren folgende Dampflokomotiven in Düren beheimatet

38 1275, 1402, 1486, 2519, 2645, 3433, 3847

50

105, 331, 403, 726, 803, 805, 826, 959, 1114, 1115, 1193, 1229, 1289, 1400, 1436, 1443, 1847, 2082, 2193, 2289, 2302, 2305, 2306, 2968, 3080

55 121 (z)
86 117, 291, 292, 493, 500, 502, 538, 539
92 545, 730, 777, 813, 831

Die Lokomotiven der Baureihe 74 hatten bereits das Bw verlassen und waren nun in Jülich und in Stolberg beheimatet.

Am 02.06.1957 wurde der Dampflokbestand des Bw Bergheim/Erft aufgelöst. Während die verbliebenen Lokomotiven der Baureihe 64 auf die Bw Neuß und Stolberg verteilt wurden, übernahm Düren sämtliche Lokomotiven der Baureihe 93. Im einzelnen waren dies:

93 642, 677, 719, 921, 1042, 1043, 1045, 1115, 1116, 1117, 1125, 1198, 1201 

Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt (01.08.1957) waren folgende Lokomotiven der Baureihe 50 beim Bw Düren beheimatet:

50 105, 331, 403, 556, 803, 805, 959, 1053, 1289, 1423, 1443, 1657, 1696, 1708, 1847, 2289, 2305, 2306

 

Das Einsatzgebiet der Baureihe lässt sich gut aus den Planleistungen des Sommerfahrplanes von 1958 darstellen:

Plan 21
Bedarf 8 Lokomotiven
191 km durchschnittliche Laufleistung
Aachen Hbf
Aachen Rothe Erde
Aachen Süd
Aachen West
Deutzerfeld
Düsseldorf
Euskirchen
Fortunagrube
Gremberg
Grevenbroich
Horrem
Köln-Gereon
Köln-Nippes
Niederaußem
Stolberg
Plan 22
Bedarf 1 Lokomotiven
302 km durchschnittliche Laufleistung
Koblenz-Mosel
Stolberg

 

Im September 1960 begann mit der Neuanlieferung von V60 588, 589 und  590 das Zeitalter der Diesellokomotiven beim Bw Düren. Die V60 sollte im leichten und mittelschweren Rangierdienst die Dampflokomotiven ablösen. Bis zum Ende des Jahres 1960 wuchs der Bestand durch weitere Neuanlieferung von V60 607 und V60 610 sowie Umbeheimatung einiger Lokomotiven vom Bw Köln auf 10 Maschinen an:

V60  571, 572, 588, 589, 590, 607, 608, 609, 610, 611

Auch das Jahr 1961 brachte erneute Veränderungen für das Bw Düren. Am 28.05.1961 wurde das Bw Bergheim aufgelöst und als Außenstelle dem Bw Düren angegliedert. Die zu dieser Zeit noch in Bergheim beheimateten Schienenbusse gelangten nicht in den Bestand des Bw Düren, sondern wurden an das Bw Geldern abgegeben.
Im gleichen Jahr trafen die ersten fabrikneuen Akkutriebwagen der Baureihe ETA 150 (568 - 574) und ESA 150 beim Bw Düren ein. Sie übernahmen mehr und mehr den Betrieb auf den umliegenden Nebenbahnen.

Am 11.Mai 1962 wurde erstmals eine Lokomotive der Baureihe V100 dem Bw Düren zugeteilt. Durch den Einsatz der V100 wurden die Dampflokomotiven zunehmend aus dem Betrieb zurückgedrängt.

Im gleichen Jahr, am 29.09.1962, wurde das Bw Jülich als selbständige Dienststelle aufgelöst und als Außenstelle dem Bw Düren angegliedert.
Düren übernahm noch einmal folgendende Dampflokomotiven:

55 3635, 3870, 4173 und 5557
74 560, 701, 935, 1070, 1073 und 1212

74 560, 701, 935 und 1073 wurden bald z-gestellt und im Februar 1963 zum Lokfriedhof Hohenbudberg überführt .

 

Zum 31.12.1962 sah der Bestand des Bw Düren folgendermaßen aus:

38 2383, 2519, 2637, 3433, 3509, 3552, 3558, 3593, 3733
50 105, 331, 403, 805, 959, 1053, 1423, 1443, 1657, 1708, 1710, 1847, 2289, 2305
55 3635, 4173, 5510 (z)
74 1070, 1212
93 626, 635, 719, 763, 902, 921 (z), 1042, 1043, 1045, 1116, 1125, 1198, 1201
V60 571, 572, 588, 589, 590, 607, 608, 609, 610, 611
V100 1049, 1050, 1066, 1072, 1073, 1269
ETA 150 568, 569,570, 571, 572, 573, 574

 

Das folgende Bild aus dem Jahr 1964 zeigt die 74 1070 im hervorragenden Zustand vor dem Hilfszug im Bw Düren. Diese Lok war bereits ein Jahr später die letzte 74er der BD Köln. Sie wurde am 18.01.1966 z-gestellt und am 11.05.1966 ausgemustert.

 

 

74 1070 vor dem Hilfszug des Bw Düren
Ende 1964
Foto: Helmut Dahlhaus

Ein weiteres Bild aus dem Bw Düren wurde mir von Helmut Dahlhaus zur Verfügung gestellt. Am 18.09.1965  konnte er 55 5557, 78 113 und einige weitere Loks an den Freigleisen aufnehmen. Auf diesem Bild sieht man auch noch ganz deutlich die Rückwand des im Kriege beschädigten Lokschuppens. 

 

 

 

Zum Sommerfahrplanwechsel 1966 verlor das Bw Euskirchen seine Selbständigkeit und wurde Außenstelle des Bw Köln-Nippes. Die zu diesem Zeitpunkt vorhanden Schienenbusse der Baureihe VT 95 wurden zum Bw Düren abgegeben, welches damit erstmals diese Baureihe in den Unterhaltungsbestand aufnahm. Im einzelnen waren dies:

VT 95 9371, 9383, 9384, 9660, 9661, 9662, 9663

Auch in Stolberg wurde die Unterhaltung der VT 95 aufgegeben und alle dort beheimateten  Schienenbusse an das Bw Düren abgegeben.

Es wechselten 

VT 95 9200, 9237, 9238, 9240, 9241, 9275, 9276, 9277, 9334, 9335, 9336, 9367, 9368, 9424, 9619, 9620, 9621, 9622, 9623, 9624, 9625, 9626, 

vom Bw Stolberg zum Bw Düren

Die Schienenbusse wurden aber weiterhin sowohl vom Heimat Bw Düren als auch von den nun als Einsatzstellen bezeichneten Bw Euskirchen, Jülich und Stolberg aus eingesetzt.

Im gleichen Zug wurde zum Sommerfahrplan 1966 auch die Dampflokunterhaltung beim Bw Düren aufgegeben. Folgende Lokomotiven verließen das Bw Düren zu den nachstehend aufgeführten Bw:

Bw Aachen West 50 610 
Bw Neuß 50 403, 1530
Bw Stolberg 50 113, 331, 805, 1302, 1421, 1450, 1531, 1791, 2289
93 635, 1042, 1043, 1045, 1201

 

Zum 01.01.1968 wurde das neue Nummerschema bei der Deutschen Bundesbahn eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren folgende Lokomotiven in Düren beheimatet:

Baureihe 

Loknummern

211

  066, 072, 073, 088

212

  109, 110, 113, 114, 120, 125, 132, 147, 153, 255, 272, 281, 288, 297, 305, 319

260

  571, 572, 588, 589, 590, 607, 608, 609, 610

261

  224

311

  208

323

  083, 104, 201, 306, 308, 861, 864

332

  013, 086, 108, 109, 187, 188

515

  560, 568, 569, 570, 571, 572, 573, 574, 627

795

  238, 240, 241, 275, 276, 277, 334, 335, 336, 368, 371, 383, 384, 424, 619, 620, 622, 623, 624, 625,  
  626, 660, 661, 662, 663

701

  036, 106, 107

815

  717, 718, 719, 720, 721, 722, 732, 742, 743, 784

995

  026,075, 152, 172, 173, 174, 234, 287, 288, 320, 321, 334, 523, 524, 525, 527, 528, 529, 530, 531,
  560, 561, 562, 563

 

Wenig später wurden mit den ersten Lokomotiven der Baureihe 290  erstmals Diesellokomotiven für den schweren Verschiebe- und Streckendienst in Düren beheimatet. Einsatzschwerpunkt war zunächst der Güterbahnhof Aachen West; auch die Personale wurden vom Bw Aachen West gestellt.

Relativ konstant bei 25 Fahrzeugen blieb in den folgenden Jahren lag der Bestand an Schienenbussen, die überwiegend auf den Nebenbahnen im Raum Aachen zu finden waren. Wurden Fahrzeuge von der Ausbesserung zurückgestellt, wurden diese sofort durch entsprechende Neuzugänge von anderen Dienststellen ersetzt.

1970 begann mit der Zuführung von Lokomotiven der Baureihe 216 die Zeit der Großdiesellokomotiven beim Bw Düren. Eingesetzt wurden diese Lokomotiven von Aachen aus. 

Mit der Auslieferung und Zuführung von Lokomotiven der Baureihe 215 endete bereits 1971 der Einsatz der Baureihe 216 beim Bw Düren.

Verdrängten die BR 215 und BR 290 zunächst die Dampflokomotiven in Aachen West, übernahmen sie mit und mit auch die Leistungen der Stolberger Dampflokomotiven. Wie auch in Aachen West stellte das Bw Stolberg eigenes Personal für den Lokeinsatz.

Am 07.06.1974 wurde 798 735 vom Bw Schwandorf zum Bw Düren umbeheimatet. Es bestand die ursprüngliche Absicht, die einmotorigen 795er schrittweise durch zweimotorige 798er zu ersetzen Deshalb lief 798 735 bis zum 28.05.1975 probehalber in den Plänen des Bw Düren mit, wurde dann aber wieder an das Bw Trier abgegeben. Weitere Stationierungen der Baureihe 798 unterblieben, denn man hatte sich seitens der DB für die Umstellung auf einen ausschließlich mit Akkutriebwagen betriebenen Nebenbahnverkehr entschieden.

Im Herbst 1975 übernahm Düren die verbliebenen einmotorigen Schienenbusse des Bw Krefeld. Dadurch stieg der Bestand kurzfristig auf 36 Fahrzeuge an. Aber auch in Düren zeichnete sich schon bald das Ende der Schienenbusse an. Mit Zuführung weiterer Akkutriebwagen zum Bw Düren wurden mehr und mehr Leistungen durch diese übernommen, so dass die Baureihe 795 von den Stammstrecken nach Jülich, Grevenbroich oder Düsseldorf verschwanden. Auch im Aachener Revier gingen die Einsätze in den folgenden Jahren immer weiter zurück, bis zum Sommerfahrplan 1978 der Einsatz der Baureihe 795 komplett aufgegeben wurde.

Auf dem nachstehenden Bild passiert am 18.09.1975 eine 795/995 Einheit in Merkstein die damalige Grubenlok Carl Alexander Nr. 4, die heute als 56 3007 in Darmstadt beheimatet ist.

 

Am 02.04.1976, fotografierte Joachim Biemann im Bw Düren. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etliche 795er und 515er im Bw anzutreffen. Sehr schön ist auch der Wasserturm zu sehen, der zweieinhalb Jahre später, am 09.12.1978 wegen Baufälligkeit gesprengt wurde.

 

Am 01.12.1983 wurde das Bw Düren als selbständiges Bw aufgelöst und Außenstelle des Bw Aachen.

Noch wurde das Bw von Triebfahrzeugen angefahren, wie hier am 26.05.1985 von 515 561 

 

Aber auch das Ende der Akkutriebwagen zeichnete sich ab. Auf den Freigleisen an der Drehscheibe waren die abgestellten Fahrzeuge vorzufinden.

 

 

Drei Jahre später, am 01.07.1986 erfolgte die endgültige Schließung, weitere drei Jahre später, 1989,  wurden die Anlagen des Bw Düren abgebrochen.

 

Das Ende - Abbruch der Anlagen am 28.01.1989

 

                                                                                 


© Guido Rademacher

Quellen:

Bundesbahnbetriebswerk Düren, Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich, 1980
Die Akkutriebwagen ETA 150 (515) und ETA 176 (517), Eisenbahn-Kurier-Special, Nr 12, April/Mai 1989
Die Baureihe 44, Peter Konzelmann, Eisenbahn-Kurier Verlag, 1981
Die Baureihe 50, Band 1 und 2, Jürgen U. Ebel,Hansjürgen Wenzel, Eisenbahn-Kurier Verlag 1988
Die Baureihe 93, Gerhard Moll, Hansjürgen Wenzel, Eisenbahn-Kurier Verlag, 1979
Jülich die alte Eisenbahner-Stadt, Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich, 1986
Schienenbusse aus Uerdingen, Band 1 und 2, J.-U. Ebel, J. Högemann, Dr. R. Löttgers, EK-Verlag, 2002